Schlechte Luft im Liegen: Tipps gegen Kurzatmigkeit während des Schlafs

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Kurzatmigkeit in der Nacht und Müdigkeit im Alltag. Das Problem kennen Menschen mit Atemwegsproblemen nur zu gut. Wenn Atemnot, Husten oder Druck auf den Brustkorb dir wertvolle Schlafenszeit nimmt, dann solltest du eine andere Schlafposition ausprobieren, um die Kurzatmigkeit im Liegen zu vermeiden.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass wir auf dem Rücken schlafen sollten, um Rückenschmerzen loszuwerden und es soll die gesündeste Schlafposition sein. Ist das auch die beste Empfehlung bei Lungen- und Herzerkrankungen?

„Ein klares Nein. Die Rückenlage ist nicht die beste Schlafposition für jede Person. In einigen Fällen sollte die Rückenlage sogar vermieden werden. Welche Position für dich die richtige ist, erfährst du im folgenden Beitrag.“

Für wen ist die Rückenlage in der Nacht gefährlich?

Grundsätzlich kann die Rückenlage für jede Person problematisch sein, die mit Kurzatmigkeit zu kämpfen hat. Dabei ist es wichtig, zu wissen, woher die Kurzatmigkeit kommt. Bei Schnarchen, Atemaussetzern in der Nacht, bis schweren Herz- und Lungenerkrankungen gibt es eine Vielzahl an Menschen, die nicht auf dem Rücken schlafen sollten.

Die meisten schnarchenden Menschen liegen auf dem Rücken. In der Rückenlage fällt der Zungengrund aufgrund der Schwerkraft nach hinten, was zu einer Verengung im Rachen führt. Dies führt zu dem typischen Schnarchgeräusch. Aber nicht nur die Schlafposition begünstigt das unliebsame Nachtgeräusch, auch wer zu viel Alkohol getrunken hat, kann schnarchen, weil sich die Muskulatur von Zunge und Zäpfchen übermäßig entspannt. Gleiches gilt für Schlafmittel.

Ursachen für Schnarchen sind vielfältig:

  • Vergrößerte Mandeln
  • ein verlängertes Zäpfchen
  • eine große Zunge
  • Polypen in der Nase
  • Nasenscheidewandverkrümmungen
  • Erkältungen
  • Heuschnupfen
  • Übergewicht

Atemaussetzer in der Nacht – Kurzatmigkeit im Liegen

Die Steigerung zum Schnarchen ist der nächtliche Atemaussetzer. Die Rückenlage begünstigt die Atemaussetzer in der Nacht erheblich. Bei Schlafapnoe setzt die Atmung phasenweise während des Schlafens aus. Der Körper wird unzureichend mit Sauerstoff versorgt, was zum nächtlichen Aufwachen führen kann. Für den Körper bedeuten die Aussetzer Stress. Das Risiko für weitere Herzkreislauferkrankungen, wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Schlaganfall kann steigen.

Wenn du nachts nicht nur schnarchst, sondern auch Atemaussetzer haben solltest, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Die ersten Anzeichen für nächtliche Atemaussetzer sind Kopfschmerzen und ein trockener Rachen nach dem Aufstehen sowie Tagesschläfrigkeit sein. Womöglich kann dein/e Partner/-in mehr dazu sagen, ob bei dir nächtliche Atemaussetzer auftreten.

Lungen- und Herzerkrankungen führen zu vermehrter Kurzatmigkeit im Liegen

Eine Vielzahl meiner Patienten hat Probleme, sich flach auf die Behandlungsbank zu legen. Sobald die Person flach auf dem Rücken liegt, folgt die Kurzatmigkeit und das Sprechen fällt ihnen schwer. Sobald sie wieder mit dem Oberkörper hochkommen, verschwindet die Kurzatmigkeit. Dieses Problem nennt man „Orthopnoe“. In diesem Fall wäre in der Nacht von der Rückenlage dringend abzuraten. Es kann zu nächtlichem Aufwachen kommen und zu Erstickungsängsten. 

Woher kommt die Kurzatmigkeit im Liegen?

Die Kurzatmigkeit durch Atemwegserkrankungen in der Nacht entsteht durch unterschiedliche Faktoren. Wer bereits viele Jahre unter einer chronischen Lungen-/ Herzerkrankung leidet, dekonditioniert seine Muskulatur durch Inaktivität. Das bedeutet, über einen längeren Zeitraum nimmt die Kraft der Atemmuskulatur mit zunehmendem Alter ab. Es fällt dem Körper schwerer, zu atmen.

In Rückenlage drückt die Schwerkraft zusätzlich auf die Bauchdecke und die Atemmuskeln müssen gegen die Schwerkraft drücken.

Zusätzlich kommen noch weitere Probleme, wie Wasseransammlungen in der Lunge bei chronischen Entzündungen, die mehr Volumen der Bronchien einnehmen, sobald wir liegen. 

Zusammengefasst besteht die Kurzatmigkeit in der Nacht aus einem multifaktoriellen Konstrukt, das die Atemfunktion in der Nacht negativ beeinträchtigt.

  • Die Atemkraft nimmt ab
  • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge
  • Schwerkraft Einwirkung

Was tun bei Kurzatmigkeit im Liegen?

Das Wichtigste bei Atemnot im Liegen ist, die Ursache zu vermeiden. In der Regel tritt die Atemnot in Rückenlage durch das flache Liegen auf.

Hierbei ist es hilfreich, das Kopfteil zu erhöhen. Teste, ob dir ein weiteres Kissen unter dem Kopf hilft, um leichter zu atmen. Es kann schon ausreichen, dass sich die Kurzatmigkeit weniger stark auswirkt.

Effektiver ist es jedoch, direkt die Rückenlage in der Nacht zu vermeiden und dafür auf der rechten Seite zu schlafen. Die Seitenlage auf der rechten Seite verringert den Druck auf das Herz und ist somit vor allem für Menschen vorteilhaft, die unter Herzproblemen leiden.

Nasenpflaster

Grundsätzlich kommt es darauf an, wie intensiv das Schnarchen nachts behandelt werden soll. Nasenpflaster sorgen bei den meisten Menschen nicht für eine absolut ruhige Nacht. Aber Nasenpflaster können Vorteile bieten, die zu einem erholsamen Schlaf beitragen. Laut klinischen Studien können spezielle Nasenpflaster das Schnarchen und den Nasen-Widerstand um 14 % bis 25 % reduzieren, indem die Luft leichter die Nasennebenhöhlen diffundieren kann. Nasenpflaster helfen dazu, mehr Luft durch die Nase aufzunehmen. Das spricht für das Nutzen des Nasenpflasters, bei einer verstopften Nase, denn die Mundatmung in der Nacht ist ein Risikofaktor für Schnarchen und Atemaussetzer..

Ein besserer Luftstrom erhöht die Sauerstoffsättigung im Blut, was zur Verbesserung der Schlafqualität beiträgt. Nasenstreifen helfen auch, das Schnarchen zu stoppen, indem sie den Druck auf den Luftstrom durch den entspannten Hals reduzieren. Denn wenn die gleiche Luftmenge durch eine schmale Öffnung entstehen muss, entsteht ein höherer Druck, was wiederum ein „zittern“ der Stimmbänder verursacht. Dieses Geräusch ist bekannt als Schnarchen.

Atemmasken für die Nacht

Eine CPAP Maske unterstützt den Patienten in der Atmung und kann dafür sorgen, dass Atemaussetzer sowie Schnarchen und Kurzatmigkeit Gefühle in der Nacht verschwinden. Diese Therapie sollte doch immer mit der Therapie des Arztes gemeinsam erfolgen.

Die CPAP-Beatmung ist eine Form der Beatmung, die durch einen kontinuierlich positiven Atemwegsdruck die Eigenatmung des Patienten unterstützt. Mit dieser Beatmung kann der Patient selbst bestimmen, wann, wie oft und wie intensiv er atmet.

Zusammengefasst: Du kannst für dich und deinen gesunden Schlaf eine ganze Menge tun. Wenn du Kurzatmigkeit im Liegen bekommst, dann sollte unbedingt erst einmal die Ursache ärztlich untersucht werden. 

  • Außerdem kann die Seitlage dir helfen, dass du in der Nacht besser schlafen kannst. Du kannst auch die Bauchlage ausprobieren. 
  • Zudem können Nasenpflaster auch deine Atmung unterstützen. Vor allem für Allergiker sind Nasenpflaster ein hervorragendes Mittel, um die Belüftung durch die Nase zu verbessern.
  • Sollte dein Arzt in Betracht ziehen, dass für dich eine CPAP Beatmung eine adäquate Therapie ist, dann kannst du von der Atemmaske profitieren. Patienten haben davon berichtet, als sie das erste Mal diese Maske in der Nacht getragen haben, haben sie seit 5 Jahren wieder richtig durchschlafen können.

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