Angst kann Kurzatmigkeit verursachen: Das kannst du tun

Angst-um-Kurzatmigkeit

Du fragst dich vielleicht, wie du feststellen kannst, ob die Kurzatmigkeit aus Angst oder aus einem anderen Grund entstanden ist. Es kann schwierig sein, zu unterscheiden, was deinen Atem anhält, aber es hängt oft mit Umweltauslösern, zugrunde liegende Gesundheitszustände und Medikamenten zusammen, die eingenommen werden.

Kurzatmigkeit ist ein beängstigendes, aber nicht ungewöhnliches Symptom von Angstzuständen. Kurzatmigkeit und Angst sind auch Symptome von anderen Erkrankungen, wie Herzinsuffizienz, Atemwegsinfektionen und Asthma Bronchiale

Zusammenfassung Kurzatmigkeit und Psyche

Wie kann Stress Kurzatmigkeit und Atemnot verursachen?

Patienten mit Kurzatmigkeit befürchten, dass hinter der Kurzatmigkeit ein körperliches Problem stehen muss. Tatsächlich wirken psychische Faktoren ebenso auf das Atemzentrum ein. So können psychische Belastungen, Angstzustände und psychische Erkrankungen die Atmung negativ beeinflussen.

Angst ist eine normale Reaktion auf eine Stresssituation. Dies aktiviert ein Kampf- oder Flucht System in unserem Körper, auch bekannt als vegetatives Nervensystem. Dein Körper stellt sich auf eine Gefahrensituation ein und ist bereit zu kämpfen oder zu fliehen. Kurzatmigkeit ist eine dieser Reaktionen. 

Steigerungsformen dazu wären: auftretende Atemnot oder Panikattacken. Es kann auch ein Engegefühl in der Brust auftreten.

Achtung: Kurzatmigkeit und Druck in der Brust können auch Anzeichen eines Herzinfarktes sein. Nimm Symptome und Beschwerden immer ernst.

Sollte deine Kurzatmigkeit durch Stresssituationen auftreten, dann können Medikamente, Atemübungen oder Achtsamkeitsübungen helfen.

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Ursachen der psychisch bedingten Atemnot

Betroffene von psychisch bedingter Atemnot können sehr unterschiedliche Ursachen für ihre Symptome haben. Am typischsten sind Stress und angstbesetzte Situationen als Auslöser anzusehen.

Weitere Ursachen sind auch dauerhafter Stress. Wer dauerhaft unter Druck steht und dies nicht mehr tolerieren kann, kann unter Umständen unter Atemnot leiden.

Hierbei handelt es sich nicht um ein tatsächliches Problem der Lunge, sondern vielmehr um eine überschwängliche Reaktion des vegetativen Nervensystems. Die Atemnot kann als Symptom der Angst- und Panik-Situation angesehen werden, die zu Kurzatmigkeit führt.

Bei der Untersuchung zeigt der Patient keine körperlichen Beschwerden. Im Gegenteil, Menschen, die unter Angst und Panik bedingter Atemnot leiden, können sogar körperlich sehr gesund erscheinen, da sie keine physische Grunderkrankung haben müssen.

Bei Kurzatmigkeit, aufgrund von Angst und Panik können wiederum viele Situationen Auslöser sein. Klaustrophobie oder Platzangst sind typische psychosomatische Bilder, bei denen Kurzatmigkeit oder Atemnot auftreten kann. 

Besonders Personen, die schon einmal eine schlechte Erfahrung in einer wiederauftretenden Situation gemacht haben, werden sich dabei ertappen, wie sie automatisch flach atmen.

Ein weiterer und häufiger Grund sind Unfälle und Traumata. Vor allem Personen, die eine solche gefährliche oder unangenehme Situation nicht verarbeitet haben, können später unter vermehrter, plötzlich auftretender Atemnot oder Kurzatmigkeit in ähnlichen Situationen leiden.

Symptome von Angst und Kurzatmigkeit

Weitere Symptome die während dieser Reaktion und als Folge von Angstzuständen auftreten können, sind unter anderem: 

Auswirkung Psyche auf die Atmung
  • Schnellere Atmung (Hyperventilation)
  • Engegefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit oder Erstickungsgefühl
  • ein Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben
  • Muskelverspannung
  • Palpitationen (fühlt sich an wie ein stärkerer, schnellerer Herzschlag)
  • sich schwach, schwindelig oder unsicher fühlen
  • Übelkeit oder Magenverstimmung
  • Ruhelosigkeit, Reizbarkeit oder Nervosität

Atemnot bei geringer Belastung

Atemnot ist ein subjektives Empfinden und schwer zu messen. Bei Atemnot unter geringer Belastung sollte dieses Problem mit dem Arzt abgesprochen werden, um die Ursache zu erkennen. 

Wie oben bereits beschrieben, kann Atemnot und Kurzatmigkeit durch psychische Belastungen auftreten. Atemnot ist jedoch auch ein unspezifisches Symptom von weiteren Erkrankungen und muss ärztlich abgeklärt werden, um die richtige Therapie einzuleiten.

Weitere Krankheiten, die mit Atemnot auftreten können:

  • Lungenerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Nierenerkrankungen

Was tun bei psychischer Atemnot?

Wie zuvor schon erklärt, ist die ärztliche Abklärung entscheidend, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Bei Kurzatmigkeit, die durch Stress auftritt, können sensibilisierende Techniken helfen, um vorbeugend die Atemnot zu reduzieren. 

Effektive Behandlungsformen sind:

Atemübungen gegen Stress und Panikattacken

Achtsames Atmen hilft, inneren Frieden wiederherzustellen. Irrtümlich geben einige Therapeuten den Rat, immer langsam und tief in den Bauch zu atmen. Das ist jedoch nicht immer notwendig. Die meiste Zeit denken wir nicht bewusst an die Atmung. In dieser Zeit nimmt sich der Körper über die Atmung so viel Luft, wie er selbst benötigt und wir brauchen ihr keine nähere Beachtung zu schenken. Sobald wir jedoch anfangen uns gestresst zu fühlen, dann helfen Atemübungen uns wieder zu entspannen und den Körper zu beruhigen. 

Der Puls sinkt durch bewusstes Atmen. Hier können Atemübungen helfen, den Puls, Blutdruck und die Herzratenvariabilität zu senken. 

Eine einfache Übung dafür ist, die Ausatmung in den Vordergrund zu stellen. Unter Stress beginnen wir mehr einzuatmen, als wir ausatmen. Der Brustkorb fühlt sich mehr mit Luft, die Schultern werden nach oben gezogen, um der Lunge mehr Platz zu bieten.

Das sind typische Zeichen von unserem vegetativen Nervensystem auf eine Stresssituation.

Die Atemtechnik ist ganz einfach. Sobald du merkst, dass du unter Stress stehst oder du dich in einer Situation unwohl fühlst, konzentriere dich auf deine Atmung. Werde mit deiner Atmung langsamer und atme bewusst in den Bauch. Atme vor allem lange und langsam aus.

Du wirst merken, dass dein Puls sinkt, der Druck auf der Brust fällt und eine innere Ruhe einsetzt. Mit dieser einfachen aber effektiven Atemtechnik signalisierst du deinem Körper und Geist, Ruhe und Entspannung.
Lass dich nicht von der Einfachheit dieser Übung täuschen. Vor allem in einer Paniksituation berichten viele Personen, dass es ihnen schwerfällt, bewusst auf die Atmung zu achten. Mit einigen Versuchen und regelmäßigem Training wird es jedoch besser und eine Autonomie entwickelt sich gegen Stress.

Wenn du weitere Atemübungen gegen Stress und Panik ansehen möchtest, dann schau dir Folgendes an.

Achtsamkeit gegen Kurzatmigkeit

Sobald du merkst, dass die Angst dich überfällt und dein Atem anfängt zu stocken, helfen Achtsamkeitsübungen, die Angst und Kurzatmigkeit oder sogar auftretende Atemnot unter Kontrolle zu bekommen. Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeit und Bewusstheit. Dies kann sich auf deinen Körper, dein Bewusstsein und deinen Geisteszustand beziehen. Gleichzeitig kannst du deine Wahrnehmung auch in Stresssituationen und Entspannungsphasen schulen. Denn bei Achtsamkeit geht es hauptsächlich darum, den Moment zu spüren, um gegenwärtig zu sein. Diese Pause ist der Beginn des Weges zur Gelassenheit, denn damit stoppst du den Gedankenfluss und existierst nur noch im Hier und Jetzt.

Du hast gerade viel zu tun und weißt nicht, wo dir der Kopf steht? Du merkst, dass Angst und Kurzatmigkeit auftreten? Dann ist es an der Zeit, einen Moment innezuhalten und sich spüren. Nimm deine Ängste und Sorgen völlig unvoreingenommen wahr und höre auf, an deine nächste Aufgabe zu denken. Was würdest du einer Freundin raten, die in dieser Situation ist? Du könntest Ihr helfen, ihr Gleichgewicht zu finden und den Tipp geben, sich eine kurze Auszeit zu nehmen. Innerlich einen Schritt zurückzutreten und bewusst einen langsamen Atemzug zu nehmen. Wenn sie möchte, kann sie dabei auch die Augen schließen.

Medikamente gegen psychosomatische Kurzatmigkeit

Basierend auf der Homöopathie gibt es viele Methoden, die in Kombination mit einer Psychotherapie sinnvoll sein können. Geht die Atemnot mit beklemmenden Gefühlen einher, können Melisse, Baldrian, Johanniskraut oder Eisenhut die Beschwerden lindern. Auch Schüssler Salze werden gerne eingesetzt.

Wie bei jedem anderen Arzneimittel sollte die Anwendung von Homöopathie deinem behandelnden Arzt mitgeteilt werden, da diese Arzneimittel mit anderen Arzneimitteln interagieren und ihre Wirkung verstärken oder abschwächen können.

Psychisch bedingte Atemnot wird meist nicht medikamentös geheilt.

Stattdessen kann eine Psychotherapie helfen, der Ursache der Atemnot auf den Grund zu gehen, um behandelt zu werden. Medikamente können in den meisten Fällen nur bei akuter Atemnot helfen, lösen aber nicht das zugrunde liegende Problem. Eine Psychotherapie hingegen kann Atemnot dauerhaft lindern oder sogar heilen.

Kann eine Depression zur Atemnot führen?

Wie zuvor schon beschrieben kann Atemnot durch psychische Belastungen, Burnout und Depressionen auftreten. Dabei ist es besonders wichtig, alle anderen Erkrankungen, wie COPD, Asthma, Bronchiale und andere Herz- und Lungenerkrankungen auszuschließen.

Problematisch wäre es, wenn die Grunderkrankung aufgrund einer falschen Annahme nicht erkannt wird.

Einige Patienten berichten, dass ihre Atemwegserkrankung als „psychosomatisches Syndrom“ diagnostiziert wurde, da ihre Grunderkrankung nicht entdeckt wurde. Dass die Ursache nicht erkannt wurde, kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Durch Tagesform, Ernährung und Schlaf.

Es gibt einige Ursachen, die schwer zu erkennen sind. Wenn dich dieses Thema ausführlich interessiert, dann schaue dir gerne das folgende Video an. Dort habe ich ausführlich das Problem einer zu schnellen Diagnosestellung beschrieben und welche unbekannten Ursachen für Kurzatmigkeit häufig übersehen werden. 

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